Aktuelles

04.06.2020

 

Bünder Welle öffnet wieder am 6. Juni 2020

Telefonische Anmeldung erbeten; Besucherzahlen und Schwimmzeiten begrenzt

 

Das Hallenbad Bünder Welle öffnet erstmals wieder am Samstag, 6. Juni. Nach zwölf Wochen coronabedingter Schließung kann dann endlich wieder geschwommen werden. Allerdings gelten strenge Abstands- und Hygieneregeln, eine Kontaktdatenerfassung, eine beschränkte Besucherzahl sowie geänderte Öffnungszeiten. Die Bünder Bäder GmbH bittet darum, sich telefonisch unter 05223 61938 anzumelden. Dies verkürzt Wartezeiten und verhindert Personengruppen am Eingang.

„Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgehen kann und wir unsere Gäste begrüßen dürfen“, sagt Badleiterin Kerstin Lech. „Für uns alle ist der Schwimmbetrieb unter Corona-Bedingungen etwas Ungewohntes und Neues. Ich bin mir jedoch sicher, dass es in Zusammenarbeit mit unseren Gästen klappen wird.“ Erste Erfahrungen können Team und Schwimmer am Samstag in der Zeit von 6 bis 18 Uhr sammeln. Das Hygienekonzept sieht vor, dass es künftig feste Schwimmzeiten von jeweils bis zu 75 Minuten gibt. Im Anschluss folgen 15 Minuten Umkleidezeit und 30 Minuten zur Reinigung, bis neue Gäste ins Bad dürfen. Damit dieser 2-Stunden-Rhythmus für die Besucher einfach zu merken ist, haben die Bünder Bäder extra die Öffnungszeiten verlängert. Bis auf Weiteres ist die Bünder Welle täglich ab 6 Uhr geöffnet, werktags bis 20 Uhr und am Wochenende bis 18 Uhr. Eine Ausnahme: montags erfolgt nach dem Frühschwimmen zwischen 8 und 14 Uhr eine Grundreinigung.

Um die strikten Hygienevorgaben erfüllen zu können, wurden nebeneinanderliegende Spinde und Duschen gesperrt und im Becken ist ausschließlich Bahnenschwimmen im Kreisverkehr erlaubt. „Uns ist bewusst, dass wir somit leider einige Familien ausschließen. Aber die aktuellen Pandemievorgaben für Bäder lassen das Plantschen mit den Kindern leider nicht zu. Sollte es jedoch Lockerungen geben, werden wir sie schnellstmöglich umsetzen“, sagt  Dr. Marion Kapsa, Geschäftsführerin der Bünder Bäder GmbH. Außerhalb des Beckens – in den Umkleiden und Hygienebereichen – gelten die bekannten Abstandsregeln, zudem muss ein Mundschutz getragen werden.

Änderungen gibt es auch bei den Eintrittskarten. Für die aktuelle Sommersaison wird es ausnahmsweise nur Einzel- und 12er-Karten geben. Der Abendtarif und die Saisonkarten werden derzeit nicht angeboten.

03.04.2020

 

Erster Spatenstich im Freibad Bünde-Mitte

Bürgermeister und Bäderchefin gaben Startsignal im Freibad

 

Der symbolische Erste Spatenstich für das neue Bünder Freibad ist getan. Aus Gründen des Virenschutzes trafen sich auf der Baustelle lediglich zwei Personen, nämlich Bürgermeister Wolfgang Koch und die Geschäftsführerin der Bünder Bäder GmbH, Dr. Marion Kapsa. An der Stelle, wo demnächst das Sozialgebäude entsteht, stießen sie den Spaten ins Erdreich. Das Sozialgebäude wird später Kassen, Duschen, Umkleiden, Kiosk und Gastronomie enthalten.

Bei der Planung dieses Gebäudes wurde darauf geachtet, dass Gastronomie, Kiosk und Toiletten auch für die Besucher des Steinmeisterparks zugänglich sind. Für die Parkbesucher wird eine Sommerterrasse gebaut. Geplant sind vier Sammelumkleiden mit je 20 Kleiderverwahrschränken. Ferner soll es einen offenen Umkleidebereich mit 10 Umkleidekabinen geben, drei davon als Familienumkleiden. Auch ein Wickelbereich für Säuglinge und Kleinkinder ist geplant. Für die Sachaufbewahrung sind 100 Wertsachenfächer und 12 Fächer für Motorradhelme vorgesehen.

Derweil gehen die Oberflächenarbeiten voran, Erdreich wird bewegt und im Hintergrund laufen die weiteren Planungen, um das Gesamtprojekt pünktlich im Frühjahr 2021 ins Ziel zu bringen.

So werden in April und Mai noch weitere Ausschreibungen gemacht und die Hochbauarbeiten vorangetrieben. Die so genannte Dichtschließung des Sozialgebäudes ist für September dieses Jahres vorgesehen. „Wir freuen uns auf das Richtfest im Frühherbst, hoffentlich in entspannter Atmosphäre und ohne allzu strenge Auflagen hinsichtlich des Corona-Virenschutzes“, sagte Dr. Marion Kapsa anlässlich des Ersten Spatenstichs. Wolfgang Koch ergänzte: „Wir alle müssen durch eine anstrengende Zeit. Aber deswegen dürfen ja die wichtigen Projekte nicht stillstehen. Ich freue mich, dass das Freibadprojekt so gut vorankommt. – Und übrigens: Wegen Corona hätten wir wahrscheinlich in diesem Jahr ohnehin einen nur sehr eingeschränkten Badebetrieb gehabt. Gut also, wenn wir die Zeit jetzt zum Bauen nutzen.“

 

 

27.03.2020

 

Österreichischer Bäderspezialist baut Bünder Freibad-Becken

Edelstahlteile werden in Berndorf vorgefertigt

 

Trotz Coronakrise schreitet der Um- und Neubau des Freibades in Bünde planmäßig voran. Das betrifft auch die Fertigung der drei Edelstahlbecken, die derzeit in Österreich bei der Firma Berndorf Bäderbau vorgefertigt werden. Allein für das 50 Meter lange Schwimmerbecken werden 30 Wandelemente, 140 Bodenblechtafeln und 30 Bodenkanalteile angefertigt. In ca. 10 Wochen gehen die Teile mit sechs Sattelschleppern auf die 950 km lange Reise nach Deutschland.
 
Edelstahlbecken halten rund 40 Jahre und sind kaum wartungsanfällig. Die Firma Berndorf Bäderbau hat in den vergangenen 40 Jahren rund 8000 solcher Anlagen weltweit gebaut. Parallel zu dem Projekt in Bünde läuft ein Freibadbau in Remchingen bei Karlsruhe.
 
Baumeister Robert Ilsinger schildert die Herausforderungen: „Unabhängig von den Witterungseinflüssen müssen wir bei der Endmontage gute Schweißarbeit liefern. Die Wasserüberlaufrinne darf nicht mehr als plus minus 2 Millimeter von der Horizontalen abweichen!“ Im Übrigen werden bei der Endmontage die Beckenwand-Teile in Bünde fix einbetoniert und miteinander verschweißt. Die ebenfalls angeschweißten Bodenteile lagern dabei ohne Betonierung auf einem Kiesbett. Zur Endmontage gehört auch eine Dichtheitsprüfung. Diese wird mit dem so genannten Farb-Eindringverfahren gemacht. Dazu wird die Oberfläche mit bestimmten Prüfflüssigkeiten behandelt. Die Prüfflüssigkeit wird mit einem speziellen „Entwickler“ sichtbar gemacht. Damit lassen sich zuverlässig Mikrorisse im Material erkennen.
 
Glücklich ist man bei der Firma Berndorf Bäderbau, dass derzeit trotz Corona gearbeitet werden kann. Ilsinger: Wir haben keine Betriebsunterbrechung und fertigen in zwei Arbeitsschichten.“ 35 Mitarbeiter bereiten das 6-Bahnen Sportbecken sowie das Erlebnisbecken vor. Insgesamt werden 2500 Fertigungsstunden veranschlagt. Das Gesamtgewicht der beiden Becken liegt bei 45 Tonnen. Planmäßige Anlieferung in Bünde ist am 16.06.2020.
 
Die Geschäftsführerin der Bünder Bäder, Dr. Marion Kapsa hofft, dass für die österreichischen Monteure dann die Grenze nach Deutschland offen sein wird. Wegen des Coronavirus ist die Einreise nach Deutschland für Österreicher zur Zeit nämlich nicht möglich.

 

07.02.2020

 

Der Sprungturm ist Geschichte

Abriss vom Bünder Freibad verläuft nach Plan

 

Tausende haben sich in den vergangenen Jahrzehnten vom Sprungturm des Freibades Bünde-Mitte mutig in die Tiefe gestürzt. Das ist nun Geschichte. Am Donnerstag wurde der Zehnmeterturm abgerissen. Gegen 10:00 Uhr wurde er kontrolliert umgeworfen. Damit ist ein weiterer kleiner Meilenstein auf dem Weg zum neuen Freibad erreicht worden.

„Der Sprungturm ist nicht nur das optische Wahrzeichen des Bünder Freibades gewesen, sondern gleichzeitig auch mit vielen Erinnerungen in der Bünder Bevölkerung verbunden.  Der Abbruch steht aber auch für den Beginn von etwas Neuem, das in einigen Jahren sicherlich auch so viele Emotionen weckt“, sagt Karsten Klußmann, Projektleiter der Bünder Bäder GmbH. 82 Jahre lang, also seit der Eröffnung des Freibades im Jahr 1938, stand der Sprungturm an der Südwestseite des Bades, mit dem Rücken zur Liegewiese. Seit 2015 ist der Fünf- und Zehnmeterturm allerdings bereits gesperrt. Er erfüllt die heutigen Sicherheitsstandards nicht mehr. Hier und an weiteren Stellen erkennt man, wie sehr das Freibad in die Jahre gekommen ist und wieso ein Neubau sinnvoll ist. 

Nur wenige Minuten hat es gedauert, bis der Betonklotz umgestürzt war und anschließend von den Fachleuten zerteilt und abtransportiert werden konnte. Karsten Klußmann zeigt sich zufrieden mit den Arbeiten: „Die größte Arbeit ist die Planung im Vorfeld. Der Abriss selbst ist wie man sehen konnte, absolute Routine für die Fachleute.“

Seit dem 6. Januar 2020 rollen die Bagger im Freibad Bünde-Mitte. Die Abrissarbeiten schreiten aktuell sehr gut voran. Es wurden bereits die Baustraßen errichtet und zusätzlich Lagermöglichkeiten für Material und Baucontainer geschaffen. Zudem wurden die Abbrucharbeiten am Umkleidegebäude abgeschlossen sowie mit dem Freilegen des alten Beckenkörpers begonnen. Diese werden voraussichtlich bis Ende März andauern. Anschließend beginnen die Erdarbeiten und Gründungsarbeiten für das neue Becken.

Damit sich die Bürger immer über das aktuelle Baugeschehen auf dem Laufenden halten können, gibt es auf der Bäder-Webseite unter https://www.buender-baeder.de/freibad-buende/ täglich ein aktuelles Foto der Baustelle sowie jede Woche einen Zeitrafferfilm zu sehen.